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Flammkuchen mit Dattelchutney, Feta und Speck

Flammkuchen

Heute wird’s mal etwas rustikaler bei mir – es gibt nämlich einen köstlichen, ehrlichen Flammkuchen. Allerdings habe ich die klassische Variante etwas abgewandelt und mit Datteln und Feta aufgemotzt. Und wer sich jetzt vielleicht wundert, dass Flammkuchen überhaupt auf meinem Speiseplan zu finden ist, bin ich doch ein bekennender „Pizza-Nichtmöger„.Dem sei gesagt: Flammkuchen ist keine Pizza! Sonst würde ich ihn auch nicht mögen – ist doch logisch, oder?!

Frühlingszeit ist Flammkuchen-Zeit

Nun gut, ich glaube nicht, dass es unbedingt die einzige wahre Jahreszeit für Flammkuchen gibt. Aber für mich persönlich läutet der erste Flammkuchen im Jahr den Frühling und die „Ich-möchte-nur-noch-draußen-sein-Zeit“ ein. Warum? Aus einem ganz einfachen Grund: Meine Mama hat, sobald es auch nur halbwegs warm genug war, um draußen zu sitzen, den Grill angeworfen und den ersten Flammkuchen des Jahres gezaubert. Und dann wurde immer ganz rustikal mit einem feinen Gläschen Wein der noch heiße, knusprige Flammkuchen direkt vom Holzbrett schnabuliert. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie sich der erste „flambierte Kuchen“ in Luft aufgelöst hat und die arme Köchin oft nur mehr mit den Krümeln vorlieb nehmen musste. Zu meiner beziehungsweise unserer Verteidigung möchte ich aber an dieser Stelle erwähnen, dass wir es nur gut gemeint haben: Schließlich sagt meine Mama immer, dass der zweite Flammkuchen viel besser als der Erste wird. Daher haben wir uns quasi geopfert, damit unsere Familien-Chefköchin auch nur das beste Stück bekommt. Und sie sich nicht mit dem weniger perfekten „Prototypen“ herumschlagen muss. Ich finde das eigentlich äußerst nett von uns!

Und so geht’s:

Flammkuchen

 

Teig: (ergibt circa 10 Portionen)

  • 500 g Mehl
  • 300 g Wasser
  • 4 El Olivenöl
  • 1/2 Tl Salz

Belag:

  • 500 g Sauerrahm oder Creme Fraiche
  • 300 g Feta
  • 300 g luftgetrockneter Speck
  • 100 g weiche Datteln
  • 10 Zwiebeln
  • Salz
  • Pfeffer

Dattelchutney:

  • 4 Eiertomaten, enthäutet und entkernt
  • 3 Zwiebeln
  • 2 – 3 El Dattelpaste
  • Granatapfelsaft
  • Olivenöl
  • Salz
  • 1 – 2 Thymianzweige

Garnitur:

  • Grantapfel
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Koriander
  • Thymian
  • Ruccola

Für den Teig alle Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen, glatten Teig verkneten. Am besten portioniert ihr den Teig direkt in circa zehn gleichgroße Kugeln. Der Teig kann übrigens gleich weiterverarbeitet werden und muss nicht unbedingt kalt gestellt werden. Legt die Kugeln trotzdem ein paar Minuten beiseite und gönnt ihm eine kleine Pause vor dem Ausrollen.

Solange die kleinen Teigkugeln ruhen, könnt ihr euch an das Dattelchutney machen. Zuerst würfelt ihr die Zwiebeln. Die Größe der Würfel könnt ihr frei nach eurem Geschmack wählen. Ich mag mein Chutney etwas gröber und habe daher auch die Zwiebel nicht allzu fein gewürfelt. In einem kleineren Topf etwas Olivenöl heiß werden lassen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze dünsten bis sie goldgelb und leicht karamellisiert sind. Währenddessen die Eiertomaten am Strunk einschneiden und mit heißem Wasser übergießen. So lassen sie sich leicht häuten. Die Tomaten anschließend halbieren, entkernen und ebenfalls grob würfeln. Die Tomatenwürfel zu den Zwiebeln geben und kurz dünsten. Die Dattelpaste, den Granatapfelsaft sowie die Thymianzweige hinzufügen. Alles kurz aufkochen lassen und bei geringer Hitze etwas andicken lassen. Mit Salz abschmecken.


Tipp: Gebt am besten von Anfang an etwas Salz zu euren Zwiebeln. So entfalten sie noch besser ihren feinen Geschmack. Man kann nämlich nie zu früh salzen!


Nun könnt ihr auch den Ofen auf 200° C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Und wer zudem glücklicher Eigentümer eines Pizzasteins ist (meiner ist übrigens von The Pampered Chef), legt ihn gleich mit in den Ofen, dass er richtig heiß ist und auch der erste Flammkuchen schön knusprig wird.

Dann geht’s auch schon an den Belag für eure Flammküchlein: Einfach den Feta in einer Schüssel mit den Händen oder einer Gabel leicht zerdrücken und Creme Fraiche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Seid mit dem Salz aber vorsichtig. Schließlich sind der Feta und der Speck auch salzig! Die Zwiebeln in feine, halbe Ringe schneiden. Die Datteln als auch den Speck würfeln.

Voilà, schon könnt ihr euren Flammkuchen fertigstellen. Einfach die kleinen Teigkugeln hauchdünn ausrollen. Und mit hauchdünn meine ich wirklich DÜNN – so dünn, dass man fast schon durchschauen kann, und er gerade so nicht zerreißt. Er soll ja schließlich noch samt Belag unfallfrei auf dem Pizzastein im Ofen landen 😉 Wenn der Teig ausgerollt ist, mit einem Löffel oder Teigspatel die Feta-Creme-Fraiche-Mischung auf dem Teig verteilen und den Speck, die Datteln sowie die Zwiebelringe darauf verteilen. Und dann geht’s ab in den Ofen für circa 5 – 7 Minuten. Bleibt also am besten beim Ofen, denn der Flammkuchen ist ruckzuck fertig.


Tipp: Ich klappe die Seiten des ungebackenen Flammkuchen leicht ein. So könnt ihr ihn ganz leicht in den Ofen befördern. Dann einfach wieder auseinanderklappen und backen.


Die verschiedenen Kräuter grob hacken. Wenn der Flammkuchen fertig ist, legt ihn auf ein großes Holzbrett und schneidet ihn grob in ein paar Schnitten. Garniert ihn mit den frischen Kräutern, dem Chutney und etwas von der Feta-Creme-Fraiche-Mischung. Zum Schluss noch ein paar Granatapfelkerne darüber streuen. Wer möchte kann den Flammkuchen noch mit etwas Olivenöl beträufeln.


Einen letzten Tipp hab ich noch für euch: Macht einfach ein paar Flammkuchen mehr, legt sie auf Backpapier und friert sie ungebacken ein. Das ist die perfekte Lösung, wenn es einmal schnell gehen muss oder unerwartet hungriger Besuch vor der Tür steht 😉


Ich wünsche euch einen guten Appetit und ich würde mich über euer Feedback freuen!

 

Cheers,

❤ Mag. Cat ❤

PS: Falls ihr Fragen habt oder einfach mal „Hallo“ sagen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar oder schreibt mir per Mail 🙂

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*Diese Rezept ist mit freundlicher Unterstützung von Dattelbär entstanden. Herzlichen Dank für die Zusendung der verschiedenen, köstlichen Dattel-Variationen.

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