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Reiscracker: Tea Time auf Japanisch

Reiscracker

Ich bin nicht nur ein absoluter Kaffee-Junkie, sondern trinke auch leidenschaftlich gerne Tee – guten Tee. Aber zu einer richtigen Teezeit gehört auch ein wenig Gebäck für mich. Es muss aber nicht immer das klassische, süße Teegebäck sein. Habt ihr schon einmal salziges Gebäck zum Tee versucht?! Nein?! Dann solltet ihr umgehend mein neues Rezept ausprobieren: Japanische Reiscracker (Senbei) und ein Tässchen Grüntee dazu.

Es hat etwas länger gedauert, dass ich mich an diese Art des Teegebäcks herangetraut habe. Nicht weil die Herstellung so wahnsinnig kompliziert ist (ganz im Gegenteil), sondern weil die erste Begegnung mit solch einem Reiscracker eher etwas – wie soll ich das bloß ausdrücken – zwiegespalten war. Kurz gesagt: Ich fand sie richtig ekelhaft. Aber das lag wohl eher daran, dass diese Reiscracker und ich uns auf dem falschen Fuß erwischt haben. Denn zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diese Kekse damals noch nicht kannte. Eines Morgens habe ich mich dann über die Packung Reiscracker (ein Mitbringsel aus Japan) hergemacht. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand und in freudiger Erwartung eines knusprigen süßen Keks. Pustekuchen. Knusprig war er zwar, aber statt eines köstlich-süßen Keks, hatte ich etwas Salziges mit einer dezenten Fischnote im Mund. Und ich kann euch sagen, dass das in Kombination mit meinem Milchkaffee alles andere als eine Gaumenfreude war. Und so habe ich einige Jahre lang einen großen Bogen um Gebäck aus Japan gemacht 😉

Japanische Reiscracker plus Grüntee gleich neue Liebe

Geschmäcker ändern sich ja bekanntlich und insbesondere die japanische Küche hat’s mir in letzter Zeit angetan. Als ich dann vor kurzem ein Paket vollgepackt mit Leckereien samt köstlichem Bio Sencha Grüntee aus dem Hause Schrader erhalten habe, dachte ich mir, ich gebe diesen salzigen Keksen aus Japan doch noch einmal eine Chance. Jeder hat ja wohl eine zweite Chance verdient, nicht wahr?! Gesagt, getan. Und das Ergebnis ist köstlich geworden – so köstlich, dass ich bereits alle Reiscracker verspeist habe und mir dazu das eine oder andere Tässchen Grüntee gegönnt habe 😉

Und so macht ihr euch eure ganz eigenen Reiscracker mit individuellen Toppings ganz nach eurem Geschmack:

Zutaten (ergibt ca. 20 Reiscracker):

  • 40 g Sushi-Reis
  • 1 20 g Reismehl
  • 1/2 Tl feines Meersalz
  • 2 El Olivenöl oder anderes Pflanzenöl
  • 60 ml Wasser, eiskalt
  • 2 El Sesam, schwarz
  • 1/2 Tl Backpulver

Für das Topping

  • 1 – 2 Noriblätter
  • grobes Meersalz

Für die Glasur

  • 2 El Mirin (Reiswein)
  • 1 EL Sojasauce

 

Zubereitung:

Den Sushi-Reis nach Anleitung kochen und den gegarten Reis auskühlen lassen. Den Reis zusammen mit dem Reismehl, Salz, Backpulver und Pflanzenöl in einer Küchenmaschine fein mixen. Dann nach und nach etwas Wasser hinzufügen bis ein Teig (leicht krümelige Konsistent; ähnelt einem Mürbeteig) entsteht. Gebt in die eine Hälfte des Teigs die Sesamkörner hinzu und knetet sie gleichmäßig ein. Beide Teighälften je zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt für mindestens 2 Stunden kaltstellen.

Dann den Ofen auf 190° C (Umluft) vorheizen. Aus dem gekühlten Teig kleine, haselnussgroße Kugeln formen und mit einem Topf plattdrücken. Ihr könnt den Teig auch mit einem Nudelholz ausrollen und dann Kreise ausstechen. Legt die Teigkreise auf ein Backpapier und backt sie pro Seite circa 6-8 Minuten. Ihr solltet die Reiscracker wenden, sobald sie beginnen goldbraun zu werden. Wenn beide Seiten etwas Farbe bekommen haben, nehmt sie aus dem Ofen heraus und bestreicht sie mit der Glasur aus Mirin und Sojasauce. Gebt sie zurück in den Ofen und backt sie für weitere 2-3 Minuten. Das geht sehr schnell, also bleibt am besten beim Ofen stehen. Die Glasur beginnt nämlich schnell zu karamellisieren und kann dann auch schnell bitter werden. Nehmt die fertigen Reiscracker aus dem Ofen und bestreut sie mit feinen Nori-Streifen oder grobem Meersalz. Ihr könnt auch breitere Nori-Streifen an einer Seite „festkleben“ – ganz wie euch es am besten gefällt oder schmeckt. Gebt das Topping auf die Reiscracker solange die Glasur noch flüßig und heiß ist. Denn sobald die Glasur getrocknet ist, haftet euer Topping nicht mehr.

Lasst die Reiscracker etwas auskühlen. So werden sie noch knuspriger. Schnell noch eine Tasse Sencha zubereiten und euch steht einem genüßlichen Nachmittagstee mit einem selbst gemachten Reiscracker nichts mehr im Wege.

Cheers,

❤ Mag. Cat ❤

PS: Falls ihr Fragen habt oder einfach mal „Hallo“ sagen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar oder schreibt mir per Mail 🙂

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