Eistorte

I scream Ice Cream Cake: Her mit meiner Eistorte

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Essen & Trinken, Pop Up Girl is(s)t süß

Für mich gehörte sie damals als ich noch klein war einfach dazu (quasi wie das Amen in der Kirch). Wer?! Wozu?! Ja, ja – nur die Ruhe, dazu komme ich ja jetzt. Es geht um die Eistorte meiner Tante. Und sie (also die Eistorte) gehörte zu jedem Geburtstag und Fest, an dem meine Familie sich zusammenscharrte. Ein Familienfest, gar ein Geburtstag – undenkbar ohne die berühmte Eistorte. Für mich jeden falls war diese Eistorte ein Grund mehr sich nicht nur auf seinen eigenen, sondern auch auf die anderen Geburtstage zu freuen. Fassen wir zusammen: Familie kam zusammen, Eistorte gab es. Ach ja – dann war da noch die Rumtorte meines Opas. Das Problem an dieser Rumtorte (so unschuldig und in Schokolade eingehüllt sie auch daher kam) war nur, dass sie es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Sie enthielt nämlich so viel Alkohol – sie wollte wohl ihrem Namen alle Ehre oder besser Ru(h)m machen – dass sie für uns Kinder schlichtweg verboten war.

Und normalerweise mögen Kids ja nicht das, was erlaubt ist, aber diese sagenumwobene Eistorte kam so köstlich daher, dass ihr tatsächlich niemand widerstehen konnte – nicht einmal unsere Oldies. Oder haben sie einfach nur so getan als würden sie uns alles von der Eistorte wegessen, dass wir uns auf sie stürzten und die Rumtorte vergaßen????? Erwachsene können einfach so gemein sein ☝🏻😅

Nicht ohne meine Eistorte! Das geheime Rezept zum Glücklich[er]sein

Aber egal wie ich es drehe und wende, für mich war die Eistorte eines meiner persönlichen Kindheits-Highlights. Wobei diese elendige Warterei, bis sie servierfertig und etwas angetaut war, die reinste Folter für mich war. Ungeduldig war ich wohl schon als kleiner Fratz 🙈

Aber vielleicht hat war es auch gar nicht meine Ungeduld, sondern vielmehr die MAGIE, die von der Eistorte ausging: Ich meine, es liegt ja wohl auf der Hand, dass hier Magie im Spiel war, oder wie erklärt ihr euch sonst, dass ich erstens nie genug von der Eistorte bekommen konnte (Entschuldigung, aber da muss doch Magie im Spiel sein??! Welches Kind steht sonst schon auf Eis oder Eistorte 🤷🏻‍♀️). Zweitens hat man mir nie verraten wollen, was die genaue Rezeptur dieser Torte ist (Hallo, wieder Magie im Spiel – denn ich musste einfach wissen, wie das Rezept geht – als hätte mich jemand verhext! Ganz eindeutig! Als ob ich neugierig wäre – Pffffff, ich doch nicht 😂).

Irgendwie habe ich es dann doch geschafft an das Rezept heranzukommen und nach Jahren, wenn nicht Jahrzehnten war ich im Begriff ein Stück dieser Eistorte auf meiner Zunge zergehen zu lasse. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig aufgeregt war, als ich die Torte zubereitet habe. Aber noch schlimmer war es dann, als es an das Probieren ging:

  1. Schaut aus wie damals ✅
  2. Riecht wie damals ✅
  3. Jap, die Warterei war mindestens eine so große Qual wie damals ✅
  4. JAAAAAAAAAAAAAAAA – sie schmeckt wie damals ✅

Und sofort schießen Erinnerungen durch meine Geschmacksknospen und ein wohlig warmes Gefühl der Zufriedenheit und Wärme machte sich in mir breit. Und damit ihr das auch erleben könnt, teile ich heute mit euch eines meiner liebsten Rezepte aus meiner Kindheit!

 

Eistorte

Zutaten (ergibt zwei Kastenformen):

  • 1 l Sahne
  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Haselnusskrokant
  • 6 Eigelb
  • 80 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Meringue

Zubereitung:

  1. Eier trennen und das Eigelb mit Zucker und Vanillezucker über einem Wasserbad schaumig schlagen. Die Temperatur der Eigelb sollte zumindest 70-75 °C erreichen. Das Eigelb nicht wegwerfen, sondern einfrieren oder zu einem köstlichen Eiweiß-Omelett verwandeln.
  2. Die Schokolade in feine Splitter schneiden und mit Haselnusskrokant mischen.
  3. Die Sahne steif schlagen und mit der abgekühlten Eimasse vorsichtig vermengen. Dann Schokolade und Haselnusskrokant unterheben.
  4. Eine Kasten- oder eine Springform leicht ausfetten oder mit Backpapier auslegen und die Eismasse vorsichtig einfüllen.
  5. Nach belieben Meringue in die Eismasse stecken. Die Meringue sind eine Variation von mir. Sie geben der Eistorte aber eine schöne fluffige, lockere Konsistenz.
  6. Die Eistorte für mindestens 8-10 Stunden im Eisfach gefrieren lassen. Bei den heißen Außentemperaturen könnte es etwas länger dauern.

Eines steht fest: Mich hat die Eistorte damals und auch heute sehr, sehr glücklich gemacht. Und nein, ich habe nicht daran gedacht, wie viele Kalorien in so einem Stück stecken. Und außerdem wenn man genauer darüber nachdenkt, müsste man beim Essen der Eistorte ja sogar Kalorien verbrennen: Die Torte ist schließlich gefroren und der Körper muss das Eis erst einmal auf Körpertemperatur bringen und das verbrennt Kalorien! Ist doch logisch oder ☺️ Und falls dann doch noch ein paar klitze-klitze-kleine Kaloriechen übrig bleiben sollten: Einfach mit gefrorenen Früchten verdecken!

Ich hoffe euch schmeckt meine Lieblings-Eistorte aus meiner Kindheit genauso gut wie mir! Was durfte auf eurem Kindergeburtstag nie fehlen?! Ich freue mich wie immer von euch zu hören.

Cheers,

💕Cat 💕

 

PS: Mehr von mir gibt es auch auf Facebook, Instagram und mittlerweile auch auf YouTube. Like it – Share it – Comment it 🙂

PPS: Falls ihr Fragen habt oder einfach mal „Hallo“ sagen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar oder schreibt mir per Mail 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.