Ananas-Salbei-Marmelade

Einmal kreativ eingekocht, bitte: Ananas-Salbei-Marmelade

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Wer meinen Blog verfolgt, hat sicherlich schon festgestellt, dass ich ab und zu unter spontanen Kreativausbrüchen leide und gerne mit den unterschiedlichen Geschmackskombinationen oder Zutaten herumexperimentiere. Allerdings lag mir das Einwecken, Einrexen, Einmachen, Einkochen oder wie auch immer man diese Methode noch nennen kann, eher fern. Denn das Marmelade- und Einweck-Imperium hatte immer meine Oma inne. Ich war eher damit beauftragt, genug neue Gläser mit eingelegten Essig-Gürkchen oder meines Lieblingsgelees (das da wäre: Himbeer-Johannisbeere-Gelee) in ausreichender, zufriedenstellender Menge zu verzehren und auch wieder nachzubestellen. Und wie es so schön heißt: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Gesagt getan: Oma hat EINgeweckt und ich habe AUSgeweckt.

Ananas-Salbei-Marmelade: Die Geschichte von geretteter Ananas und Salbei-Explosionen im Garten

Ja, die liebe Ananas ist alles andere als ein regionales Gewächs (aber vielleicht bald – den Kopf der mir zum Opfer gefallenen Ananas versuche ich nämlich gerade auf meiner Terrasse zu neuem Leben zu erwecken). Aber manchmal ist der Geist einfach schwach. Außerdem sah diese arme Ananas so traurig aus, weil sie niemand kaufen wollte. Also habe ich mich erbarmt und sie mit nach Hause genommen. Bei mir wirst du es gut haben, liebe Ananas, denn ich werde dir eine neue Bestimmung geben! Du wirst nicht weggeworfen. Nein, auf dich wartet Größeres. du wirst ein Lächeln in andere Gesichter zaubern!

Besagte Ananas war also erst einmal in Sicherheit, aber was genau aus ihr werden soll, war mir noch nicht ganz klar. Vielleicht ein Ananas-Sirup? Klang irgendwie ein wenig langweilig. Und außerdem wird für so einen Sirup auch einiges der Frucht nicht verwertet. Vielleicht ein Chutney? Aber wie oft grillt man denn, dass so ein Chutney aufgegessen wird, bevor es schlecht wird?! Als ich so auf meiner Terrasse saß und den unbändig sprießenden Salbei sah, hatte ich endlich den richtigen Einfall für die Verwendung meiner Ananas und meines Salbeis: Ananas-Salbei-Marmelade. Kennt ihr die Kombination aus Ananas und Salbei?! Sie ist gigantisch und passt zu fasst allem. Und so sind mir auch schon die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten der noch nicht einmal gekochten Ananas-Salbei-Marmelade durch den Kopf geschossen: Zum Frühstück auf dem Brot oder im Joghurt, sie kann mit etwas Salz, Pfeffer und Chili zu einem würzig-süßen Chutney verwandelt werden und die Marmelade kann sogar für Tortenfüllungen (mir schweben da ein paar Piña Colada Schnitten vor) hergenommen werden. Was will man denn mehr als so eine vielseitig einsetzbare Marmelade, die dann auch noch so unsagbar einfach in der Herstellung ist, dass ich mich kaum traue, euch das Rezept zu verraten.

Ananas-Salbei-Marmelade

Zutaten (ergibt ca. 4-5 kleine Weckgläser):

  • 1-2 große (gerettete) Ananas
  • 1/2 Zitrone
  • ca. 250 g 3:1-Gelierzucker
  • 2 gut bestückte, frische Salbeizweige
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Die Ananas von der Schale befreien und den Strunk entfernen. Das Fruchtfleisch würfeln und einen Teil im Mixer pürieren. Falls der Strunk nicht sehr holzig ist, könnt ihr ihn auch würfeln und für die Marmeladenherstellung verwenden. Am besten ab in den Mixer damit. PS: Schneidet die Schale der Ananas nur ganz dünn ab und entfernt dann mit einer Art „Rillen-Technik“ die gemeinen, pieksigen Stellen. Diese Stellen liegen nämlich auf einer diagonalen Linie, wenn ihr nur diese herausschneidet, verschwendet ihr noch weniger der Frucht.
  2. In einem Topf die pürierte Ananas mit der gewürfelten Ananas sowie mit dem Saft einer halben Zitrone, den gewaschenen Salbeizweigen und dem Gelierzucker vermengen und nach Packungsanleitung sprudelnd aufkochen lassen. Nach circa 10 Minuten sollte die Marmelade fertig sein und ihr könnt eine Gelierprobe nehmen. Gebt einfach etwas Marmelade auf einen kleinen Teller. Wird sie fest, ist die Marmelade fertig zum Abfüllen.
  3. Die Marmelade in zuvor gereinigte und sterilisierte Gläser (ich habe die Gläser samt Deckel in ein Becken mit kochendem Wasser gelegt) abfüllen und direkt verschließen. ich habe die Salbeiblätter nicht aus der Marmelade gefischt, weil ich den intensiveren Salbei-Geschmack bevorzuge, ihr könnt die Blätter aber vor dem abfüllen auch herausfischen.

Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Seid ihr eher ein EINwecker oder ein AUSwecker so wie ich?! Verratet mir doch, was ihr am liebsten aus dem Glas mögt! Übrigens wird bald noch ein weiteres Glas-Rezept folgen – ich war nämlich so begeistert von meiner Ananas-Salbei-Marmelade, dass ich gar nicht mehr mit dem Einwecken aufhören wollte ☺️

Cheers,

💕Cat 💕

 

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