Essen & TrinkenPop Up Girl is(s)t unterwegs

Barista Workshop: Kaffee, Liebe, Kaffeeliebe

Barista Workshop

Barista Workshop – Check! Wie ihr vielleicht schon wisst bin ich ein absoluter Coffeeholic und für mich gibt es nur wenig, das das Gefühl von dem ersten Kaffee am Morgen (vorausgesetzt natürlich er ist gut und heiß) übertreffen kann. Und so hat mich die Einladung von McDonalds Österreich und Pixelcoma zum Barista Workshop samt Fotografie und Foodstyling Crashkurs im MUMAC Krems ganz besonders gefreut. Denn die Kunst der richtigen Kaffeezubereitung hat mich schon immer interessiert. Und wenn man dann auch noch von einem Profi wie Benjamin Graf (er ist übrigens Cafetier des Jahres 2016 und aktueller Austrian Latte Art Champion) lernen darf, wie man aus einem perfekt gebrühten Espresso und einem herrlich luftigen Milchschaum wundervolle Motive in eine Kaffeetasse zaubert – Herz, was willst du mehr?!

 

Barista Workshop oder wie kommt das Herz in den Milchschaum?!

 

Barista Workshop

 

Benjamin Graf hat uns zu Beginn einiges über Kaffee, den Anbau und die Ernte erzählt. Wer ein richtiger Barista werden will, muss schließlich auch die Theorie kennen. Und die Halbwahrheiten rund um das Thema Kaffee durften natürlich auch nicht fehlen!  Und davon gibt es eine ganze Menge. Ihr habt bestimmt auch schon einige davon gehört oder kennt vielleicht auch noch andere?!

Meine Favoriten sind diese zwei Mythen:

  1. Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit – daher auch (insbesondere in Wiener Kaffeehäusern sehr beliebt) das obligatorische Glas Wasser zum Kaffee. Oder die [Wiener] Variante: Das Glas Wasser sei überhaupt nicht zum Ausgleich des eigenen Flüssigkeitshaushalts gedacht, sondern zum Säubern des Kaffeelöffels. Wie auch immer – Kaffee beziehungsweise das enthaltene Koffein wirkt zwar harntreibend, aber eine Tasse Kaffee darf genauso zur täglich aufgenommenen Flüssigkeit wie ein Glas Wasser gezählt werden.
  2. Kalter Kaffee macht schön – nun ja so oft wie ich meine Kaffeetasse irgendwo stehen lasse und vergesse und dann des Öfteren in den „Genuss“ eines kalten Kaffees komme, wäre es mir schon sehr recht, wenn dieser Mythos der Wahrheit entsprechen würde. Das wäre – gemessen an der Häufigkeit, dass mir dieser Genuss zuteil wird – ein sehr praktikabler und relativ kostengünstiger Jungbrunnen 😉 Aber leider hat heißer Kaffee die gleiche [Nicht]Wirkung auf unsere Schönheit wie auch kalter Kaffee – nämlich keine. Dieser Mythos kommt noch aus Zeiten von schlechtem Make-up. Die Zeit als sich die gnädigen Damen, die etwas auf sich hielten, auch schon einmal Mehl statt teurem Puder aufgelegt haben. Und da der Dampf des heißen Kaffees meist zum Bröckeln der Fassade führten, ließ man stattdessen den Kaffee abkühlen. Frau trank also kalten Kaffee, um (im wahrsagen Sinne) nicht das Gesicht zu verlieren 😉

Aber genug von Theorie und Mythen. Jetzt wird Schaum geschlagen, Kaffee gebrüht und endlich kommt das Herz in die Tasse – zumindest war das der Plan. In der Praxis sah das bei uns dann etwas anders aus – jedenfalls was den Teil mit dem Herz betrifft. Manche haben beispielsweise auch zauberhafte Radieschen in den Milchschaum gezaubert 😉

Wusstet ihr eigentlich, dass es eine goldene Regel gibt, wie man den perfekten Espresso zubereitet? Da wird wirklich alles genau beschrieben und festgelegt: Wieviel Gramm Kaffeepulver pro Espresso? Wieviel Militär Wasser? Welche Temperatur? Wie lange, darf das Wasser durch den gemahlenen Kaffee laufen? Mit wie viel Druck muss das Kaffeepulver im Siebträger komprimiert werden? Und so weiter. Und das alles um den „Golden Shot“ – also DEN EINEN PERFEKTEN ESPRESSO zu bekommen. Benjamin hat uns während dem Barista Workshop übrigens verraten, dass dieser „Golden Shot“ so selten gelingt, dass die Barista diesen dann ungern teilen und lieber selbst geniessen 😉

Aber jetzt verrate ich euch wirklich, wie das Herz in den Milchschaum kommt. Nachdem ihr den Espresso wie auch den Milchschaum richtig zubereitet habt, ist der Rest eigentlich kinderleicht. Ihr müsst nur die Milchschaumemulsion in einem gleichmässigen Strahl und mit etwas Abstand in die Mitte des Espresso giessen. Dann geht ihr mit dem Milchkännchen soweit runter bis ihr den Tassenrand berührt und lasst die Milch schneller in die Tasse laufen. Sofort seht ihr, dass sich eine Art Wolke bildet. Schließlich fahrt ihr mit der Milchkanne nur mehr in einem geraden Strich von euch und schon bildet sich ein Herz!

Barista Workshop

 

Und mit ganz viel Übung schaffen wir es vielleicht auch irgendwann einmal einen Bären oder einen Schwan in den Milchschaum zu zaubern 😉

 

Barista Workshop

 

Barista Workshop

 

PS: Ich habe euch ein paar Video-Tutorials verlinkt, falls ihr gerne üben möchtet! Ich werde mir sicher auch nochmal das eine oder andere Video anschauen. Mein erster Versuch hat zwar hervorragend geklappt, aber die Folgeversuche waren weniger Herzen, sondern eher im Reich der Gemüsesorten zu verorten 😉

PPS: Aber das Endergebnis kann sich sehen lassen. Zugegeben, der kunstvolle Kaffee ist nicht auf meinen Mist gewachsen und Cliff hat uns gezeigt, wie man alles ins richtige Licht setzt. Ein wahrer Künstler muss sich eben auf seine Assistenten verlassen können 😉

 

Barista Workshop

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren. Und falls ihr zu ungeduldig seid, schaut doch einfach einmal im nächsten McCafé vorbei. Alle Barista haben nämlich auch bei Benjamin Graf einen Barista Workshop absolviert und zaubern euch sicherlich gerne einen wohlschmeckenden und mit Latte Art verzierten Kaffee eurer Wahl. PS: Der Kuchen und die Muffins sind übrigens auch äußerst köstlich und runden den Kaffeegenuss vollends ab!

Cheers,

❤ Cat ❤

PS: Falls ihr Fragen habt oder einfach mal „Hallo“ sagen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar oder schreibt mir per Mail 🙂

 

PPS: Pop Up Girl gibt’s auch auf Facebook und Instagram! Like it – Share it – Comment it 🙂

 

Titelbild: ©Pixelcoma

Fotos & Text: ©PopUpGirl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.